Lohengrin-Newsarchiv

 Rückblick: Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen




Rückblick:
Ungehaltene Reden
ungehaltener Frauen

von Christine Brückner

Sie machten aus ihrem Herzen keine Mördergrube und damit ihrer geistigen Mutter, der Schriftstellerin Christine Brückner (1921-96), alle Ehre:
In sechs Monologen meldeten sich nacheinander Luther-Gattin Katharina von Bora (Inge Woitas), Fontanes Effi Briest (Sabine Scherf), die Terroristin Gudrun Ensslin (Christina Berger), die griechische Hetäre Megara (Kerstin Schmidt), Dumas Kameliendame (Xenia Reisner) und die Geheimrätin Christiane von Goethe (Steffi Flick) zu Wort. Mit Scharfblick und Elan, manchmal witzig und manchmal respektlos, beherrschten sie augenzwinkernd jeden Ton auf der Klaviatur des Geschlechterkampfes und bereiteten dem Publikum manch vergnügliche Stunde. Maßgebliche Wegbereiterin für den Erfolg der insgesamt sechs Inszenierungen, die das Rambacher Gemeindehaus zwischen dem 20. April und 4. Mai 2002 erlebte, war die Regiedebütantin Birgit Reinhold, die mit der erfahrenen Souffleuse Petra Waldeck und dem gut präparierten Moderator Jochen Both zwei wertvolle Stützen zur Seite hatte.

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Der Große Rückblick mit Bildern der Aufführung, den Geschichten der sechs ungehaltenen Frauen und persönlichen Kommentaren aller Darsteller, der Regisseurin und der Souffleuse.
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